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Für mehr Punk im Kopf | Aktuelle Eingänge in meinem Postfach

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Viel zu lange hatte ich nicht die richtige Ruhe und die Zeit dafür, mich intensiv mit meinem Postfach auseinander zu setzen. Wenn hier etwas kommt, soll natürlich alles perfekt sein, in Formate passen und meinen derzeit (zu) hoch gesetzten Ansprüchen gerecht werden. Dabei tut beim Schreiben eine gewisse Punk-Attitüde á la „Scheiß drauf!“ ganz gut.

Spontan knöpfe ich mir einfach mal mein Postfach vor, schaue, was die letzten Tage reingekommen ist, stöbere im aktuellen Kram, vermeide es zu skippen und schreibe was zu dem, was ich höre. Ich schreibe so viel und so lange ich Bock habe. Ganz frei. Bei nur einmal hören. Für mehr Punk in meinem Kopf.

The Get Up Kids – Kicker (EP)

Emo-Rock // VÖ: 08.06. // Fleet Union
Das Meiste, was so blechern klingt wie die Neue von The Get Up Kids, fällt bei mir direkt durchs Raster. Skip! Als Stilmittel wird dieser Sound leider viel zu inflationär genutzt und erscheint eher als Deckmantel für eine miserable Produktion.
Als Emo-Rock betitelt, fühlt sich Kicker leider gar nicht an. Schon mit dem Rock tut man sich schwer, wenn die cleanen Gitarren vor sich hin frickeln und scheppern. Die 4-Song-EP habe ich mir gleich ganz reingezogen und muss sagen, dass ich mit meiner ersten Intuition zu skippen, nicht falsch gelegen hätte.

Orchards – Losers/Lovers

Alt-Pop // VÖ Album: 06.07 // Fleet Union
Neue EP gibt’s im Juli, Double Visions flog heute in mein Postfach.
Wenn im Pressetext steht „Für Fans von Paramore“ bin ich schonmal zutraulich. Allerdings ist das auch die Referenz, die bei jeder female fronted Band aufkommt, die einen Gitarristen vorzuweisen hat.
Mit Paramore hat zumindest diese Single von Orchards leider wenig zu tun. Sängerin Lucy Evers weist in ihrer Stimme auch leider nicht die nötige Kraft auf, um mit dem Song, der immerhin hinten raus an Fahrt aufnimmt, irgendwie mithalten zu können. Wirkt mir alles viel zu flach und clean.

Albert Hammond Jr. – Far Away Truths

Pop // Starkult
Neues Video zum Album, das dieses Jahr erschienen ist. Huch! Der Herr klingt überraschend nach Nicholas Petricca, Sänger von Walk The Moon. Viel mehr fällt mir dazu aber auch nicht ein. Der luftig lockere Grundtenor des Songs würde sich in einer Sommer-Playlist vorzüglich machen, gleichzeitig aber auch nicht (negativ) auffallen.

Black Peaks – Can’t Sleep

Prog Rock // VÖ Album: 05.10.
Okay, das ist ein zweischneidiges Schwert. Beim Hören habe ich die unterschiedlichsten Asszoziationen durchlaufen. Myles Kennedy (Alter Bridge) mit zu viel Screams, die mir zu Core sind, gleichzeitig aber mit Riffs und knallharten Drums so zerknüppelt werden, dass es schon wieder Freude macht. Und zack – wieder Clean Vocals mit melodischen Instrumentalen im Hintergrund. Die behalte ich auf dem Schirm. Das geht entweder an Stefan und Alex, die mehr Ahnung von der Richtung haben als ich, oder ich traue mich selbst mal ran. Bis Oktober ist aber noch ein wenig Zeit.

Deafheaven – Honeycomb

Black Metal // VÖ Album: 13.07. // Starkult
Das ist definitiv Stefans Baustelle (Review kommt!). Bei den psychodelisch, verstörenden Vocals bin ich definitiv raus! Not my Business. Aber wer’s mag: Europatour im Herbst bestätigt!

Baretta Love – Visual Attack

Indie Punk // VÖ Album: 18.08.
Darf man das als Feel-Good-Punk bezeichnen? Der Song handelt laut Pressemitteilung von Wut, Verzweiflung und Selbstbestimmung. Der Sound gibt das nicht direkt her, mehr Aufmerksamkeit und Textklarheit würden aber sicher zum richtigen Gefühl beitragen. Ich allerdings habe gerade den Drang genossen, die Augen zu schließen und nicht zu denken. Nur hören. War gut! Fraglich trotzdem, ob sich das durch ein ganzes Album ziehen könnte.

Petal – Stardust

Singer/Songwriter // VÖ Album 15.06. // Fleet Union
Statt eines Musikvideos erstrahlt im YouTube-Video nur ein körniges Bild von Petal. Das Piano beginnt und eine zerbrechliche Frauenstimme stößt hinzu. Doch so zerbrechlich ist sie gar nicht, wenn es am Ende kraft- und gefühlvoll zur Sache geht. Der perfekte Song für alle, die ein Faible haben für starke, sehr klare Frauenstimmen in geradliniger Symbiose zu den Instrumenten. Hat mich ein bisschen vom Hocker gehauen.

Miriam
Sie ist die Immer-In-Der-Ersten-Welle-Steherin. Meistens am Rand des Moshpit aufzufinden, um sich jederzeit in die Massen werfen zu können. Mit den Wurzeln im Punk Rock und der Faszination im Heavy Metal hört sie alles, was leise nicht zu ertragen ist und laut nie wieder aus dem Kopf geht.

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