Am letzten Tag des Jahres blicken wir noch einmal gemeinsam zurück auf die kleinen und großen Highlights und Enttäuschungen aus 2017!

Bestes Album

Alex: The Sin and the Sentence – Trivium
Miriam: DragonForce – Reaching Into Infinity
Stefan: Anti-Flag – American Fall

Künstler des Jahres (muss in dem Jahr aktiv gewesen sein)

Alex: Blind Guardian.
Miriam: Die Toten Hosen.
Stefan: Farin Urlaub (wenn alte Demos veröffentlichen unter “aktiv” läuft. Denn diese eine Liebe wird nie zu Ende geh’n!)

Bester Song

Alex: “Beyond Oblivion” von Trivium, aber eigentlich ist “The Bard’s Song: In the Forest” jedes Jahr seit 1992 bester Song des Jahres
Miriam: Da mein Gefühl mich nicht weitergebracht hat, habe ich die Statistiken befragt. iTunes sagt: “Urknall” von Die Toten Hosen und “Judgement Day” von Dragonforce.
Stefan: Dragonforce – The Edge of the World

Bestes Video

Alex: Keine Ahnung, ich finde Videos aber nicht so wichtig. Wenn Musik ohne Video nicht überzeugen kann, hat sie schon verloren.
Miriam: “Fall Apart” von Itchy
Stefan: “Gods of Violence” von Kreator. Ein Metalvideo, das nicht unendlich peinlich ist, juhu!

Bestes Konzert

Alex: Definitiv Edguy in Köln! Tobi ist einfach der geborene Bühnenmensch <3 [Anm. Miriam: Da haben wir den lieben Alex auch kennen gelernt <3]
Miriam: Keine Chance, da einen klaren Gewinner zu wählen. Zu den besten gehören Tequila and the Sunrise Gang (Köln), Iron Maiden (Oberhausen), Pretty Maids (Andernach), Dragonforce (Essen), Itchy (Köln), Massendefekt (Bochum).
Stefan: Tequila & the Sunrise Gang in Köln. Mein letztes Konzert im Sonic Ballroom war, nun ja, durchwachsen. Aber das hier? Das Konzert war mitreißend, das Publikum textsicher und die Kieler sichtlich dankbar für solch eine Resonanz fernab der Heimat. Ein perfekter Abend!

Schlechtestes Konzert

Alex: Ein wirklich schlechtes Konzert hatte ich nicht, wie könnte ich auch. Aber bei The Raven Age (die gleich übrigens nochmal auftauchen) war der Voract schon eine wirkliche Zumutung. Null Positiv machen nicht nur scheiß Musik, sie spielen sie auch noch so, dass selbst gut geschriebene Musik scheiße klingen würde. Get your Shit together, Alter.
Miriam: Das Jahr begann gleich mit dem miesesten (Headliner-)Konzert. Fates Warning am 27.1. im Turock fand ich so abgrundtief öde mit furchtbarem Sound. In meinen Ohren kam nur ein überlauter, dröger Gitarrenbrei an. Wir haben uns zu dritt noch vor Ende wieder verzogen. Nimmt man die Festival-Shows mit rein, ist Marylin Manson auf dem Wacken unerreichbar.
Stefan: Ghost. Weil ich krank war und nicht hin konnte. Schluchz.

Ansage des Abends

Alex: “Four Months my Ass!” Chris Robertson, nachdem ihn das Kölner Publikum doch zu “Peace Is Free” überredet hat, obwohl sie den Song ja seit 18 Monaten nicht mehr gespielt hätten… 😀
Miriam: “Herzlich willkommen zum Original! Zum einzigen, richtigen, echten Auswärtsspiel!” Campino beim DTH-Konzert am 05.12. in Köln. Ein Satz und der innere Hype-Train macht Saltos.
Stefan: Der Klassiker, weil zum ersten Mal live gehört. Mille Petrozza von Kreator mit dem legendären: “HABT IHR LUST, EUCH GEGENSEITIG UMZUBRINGEN?” [frenetischer Jubel]

Bester Moshpit

Alex: Ich bin ja tatsächlich keiner für den Pit, da kann ich also nicht mitreden
Miriam: Massendefekt, Bochum. Die Massendefekt-Jünger haben’s immer drauf.
Stefan: Bei Amon Amarth in der Oberhausener Turbinenhalle. Ich habe mich, mich rückwärts fallen lassend, erst auf die Schnauze gelegt. Dann war mein Schuh auf und ich musste mir eine Ecke suchen, in der ich ihn zumachen konnte (schwierig genug!). Jemand verlor dabei seinen Ring, den ich mit einem sanften Tritt (der einen anderen Konzertbesucher formvollendet niederstreckte) am Boden fixierte und zurückbrachte. Und dann wieder rein ins Getümmel! – und das Ganze nur während des Solos von “War of the Gods”.

Newcomer des Jahres

Alex: Ich habe absolut keinen Plan von Newcomern, deswegen schließe ich mich Miriam einfach mal an, die hat ja angeblich Ahnung davon 😉
Miriam: Definitiv Leoniden! Ich mecker ja gern über Indie-Krams, aber das Album hat mich überzeugt, dass nicht alles, wo Indie drauf steht, gleich Mist ist.
Stefan: Zeal & Ardor – ein Mix aus Soul, Gospel und Black Metal kann nicht funktionieren? Denkste!

Enttäuschung des Jahres

Alex: “V” von Hollywood Undead. Das Album hatte nach klasse Vorgängern natürlich auch hohe Erwartungen zu erfüllen, aber das es so schwach auf der Brust ist, hatte ich nicht erwartet. Von 14 Songs kann ich mir am Ende genau einen mehr als ein mal hintereinander anhören, ohne kotzen zu wollen.
Miriam: Kraftklub. Nach “Mit K” und “In Schwarz” war meine Hoffnung groß, dass sie ihre ganz eigene Marke fabulös fortführen würden. Am Ende ist “Keine Nacht für Niemand” stinklangweilig geworden und hat mich damit schwer enttäuscht. Sogar so sehr, dass ich mein Ticket für die folgende Tour wieder verkauft habe.
Stefan: Das, was Miriam sagt. Buärgh.

Beste Neuentdeckung

Alex: Hier kommt was wohl eher unerwartetes, aber ich feiere Desi Valentine schon irgendwie hart. Der Kerl hat einfach ne geile Stimme, und weiß, wie er die einzusetzen hat. Da entdecke ich glatt den Soul so ein bisschen für mich.
Miriam: Da werden Stefan und ich gleich antworten, denn es kann nur eine Antwort geben: Tequila and the Sunrise Gang. Als Support bei den Beatsteaks im zakk Düsseldorf gesehen, schockverliebt. Seitdem läuft Ska Punk auch bei Schnee.
Stefan: Das, was Miriam sagt! Tequila and the Sunrise Gang haben dafür gesorgt, dass ich mein Tanzbein entdecke. Unfassbar!

Schönstes Cover

Alex: “You Are We” von While She Sleeps
Miriam: “All We Know” von Itchy.
Stefan: “The Circle” von Heretoir

Geheimtipp

Alex: The Raven Age. Hat mir ein guter Freund mal als Tipp mitgegeben und geht gut nach vorne. Ich hab gute Laune und gebe euch noch den Tipp, mit dem Track “The Deathmarch” anzufangen, das gibt den besten Einstieg. (Anm. Stefan: Neh, echt nicht. Ich “durfte” die mal als Vorband von Maiden bestaunen, schließlich spielt Steve Harris’ Sohn bei denen mit. War nix!)
Miriam: Geheim ist er hier nicht mehr, aber ich drücke seit August jedem Tequila and the Sunrise Gang auf.
Stefan: Ein Aserbaidschaner, der alleine seine Vision von (Post?) Black Metal spielt, allerlei, auch elektronische, Einflüsse einbringt, das ganze mit türkischen Texten, und es klingt auch noch genial? Violet Cold!

Bestes Festival

Alex: Ich war noch auf keinem Festival, Schande über mich. Aber das ändert sich 2018 auch brav, das Graspop ruft. Mal schauen, was es danach zu berichten gibt.
Miriam: Rockaue macht das Rennen noch vor Rock am Ring und Wacken. Krass gutes LineUp, tolle Location, faire Preise und alles gleich um die Ecke. Nächstes Jahr wieder. Egal, wer spielt.
Stefan: Ich bin auch beileibe kein Festivaltyp. Aber Rockaue war wirklich herrlich! Ich habe endlich herausgefunden, dass Circle Pits Spaß machen!

Guilty Pleasure

Alex: Also Guilty Pleasure ist so ein negativer Begriff… Ich kann James Arthur ganz gut “ertragen” 😉
Miriam: Pff. Ich hab doch kein Guilty Pleasure. Bis auf Macklemore eventuell…
Stefan: Ich würd ja sagen, Die Toten Hosen, aber dann krieg ich Haue…

Comeback des Jahres

Alex: Eminem. Ist irgendwie das einzige Comeback, das mich interessiert hat, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte.
Miriam: Michael Kiske und Kai Hansen zurück bei Helloween!
Stefan: Ich lasse unter Comeback auch mal Reunion fallen und schließe mich Miriam an.

Wunschrelease 2018

Alex: Blind Guardian, aber das wird nicht passieren, glaube ich. Also muss ich wohl oder übel was anderes sagen. Alter Bridge wäre geil, ist aber glaube ich auch unrealistisch, genauso wie bei Gemini Syndrome. Ich muss mich wohl einfach überraschen lassen.
Miriam: Für mich bleiben keine Wünsche offen. Donots, Massendefekt, Tequila and the Sunrise Gang, Adam Angst, Shinedown haben alle schon angekündigt, dass im kommenden Jahr was kommt. Was will ich mehr?
Stefan: die ärzte. Es wird passieren. Ich weiß es. I want to believe!

Musikalisches Fazit

Alex: War alles in allem eins der besseren Jahre für mein musikalisches Ich. Nächstes Jahr bitte wieder.
Miriam: Nachdem 2016 für mich sehr schwermetallastig zu Ende ging, war 2017 wieder überraschend punkig. Ich bin gespannt, wohin es mich 2018 treibt.
Stefan: Die Dominanz des extremen Metal der letzten Jahre wurde auch bei mir von (Ska-)Punk durchbrochen. Nächstes Jahr wird wieder härter, versprochen!

Noch letzte Worte?

Alex: Hansi Kürsch, du bist ein Gott!
Miriam: Hört euch Tequila and the Sunrise Gang an!
Stefan: Das beste Album 2016, das ich – wie immer – erst im letzten Januar entdeckt habe: Beyond the Veil von Dark Forest. Schwerer britischer Epic/Power-Metal, den die Welt noch nicht gehört hat. Sagenhaftes Album!

Miriam
Sie ist die Immer-In-Der-Ersten-Welle-Steherin. Meistens am Rand des Moshpit aufzufinden, um sich jederzeit in die Massen werfen zu können. Mit den Wurzeln im Punk Rock und der Faszination im Heavy Metal hört sie alles, was leise nicht zu ertragen ist und laut nie wieder aus dem Kopf geht.

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